Nationalfeiertag 1. August: Geburtstag der Schweiz

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Nationalfeiertag der Schweiz wurde vor kurzem gefeiert. 1. August ist offiziell Geburtstag der Schweiz – auch Bundesfeier genannt. In Ganzem Land konnte man Feste, Höhenfeuern und Feuerwerke erleben, sehen und geniessen. Ich bin auch auf solch einem Fest gewesen – zum ersten mal seit ich in Schweiz bin. Mir wurde gesagt: „Es wird Feuerwerke zu sehen“, und das war mir genügend. „Klar, gehen wir. Das macht sicher Spass, vor allem für Kindern“.

 

1.august-feier-Geburtstag-schweiz-nationalfeiertagDie Schweiz feierte also ihr Geburtstag – Nationalfeiertag der Schweiz. Und das war alles was ich davon wusste. Wie alt ist Schweiz, warum 1. August, was für ein Ereigniss hat dazu gebracht, etc – ich hatte keine geringste Ahnung. „Das muss sich ändern“, versprach ich mir und machte eine Notiz. Und dieser Beitrag ist Ergebnis dieser Notiz. Fangen wir an.

Es machte mir Spass diese Geschichte zu erforschen. Im kurzem Zeit lernte ich über ein paar Schweizer Legenden und auch eine Überraschung wartete auf mich am Ende.

So ungefähr las ich: Drei Vorgestellte aus drei Kantons – die so genannte Urkantons (Uri, Schwyz, Unterwalden)– trafen sich auf einer Wiese im Rütli.

Stop! Google Maps: Rütli. Ah, so. Ein schönes Ort, vermutlich.

Eine Frage ist natürlich sofort erschienen: Warum?

Ich las weiter.

Ein Verteidigungsabkommen gegen Feinde zu treffen. Der Rütlischwur.1.august-feier-nationalfeiertag-schweiz

Gab es ein bestimmter Feind? Klar – Die Habsburgs. Eine von stärksten Europeischen Dynastien. Ich habe von Habsburgs in die Schule gelernt. Aber eine Ewigkeit ist inzwischen verlaufen und ein Besuch von berühmte Wiki war erforderlich. Habe schnell durchgelesen und fand etwas interessantes heraus. Obwohl die Dynastie nicht Schweizer war, stamm der Name Habsburg von einem Schloss im Aargau, Schweiz aus. Und Schloss ist noch immer da (noch eine Notiz wurde hier gemacht. Unter B – für Besuch).

Wann haben sich die drei Ehrwürdige getroffen? „Jahre des Herrn 1291 zu Anfang des Monats August”. So steht im Bundesbrief – die Gründungsurkunde des Schweizerischen Eidgenossenschaft. Es ist jetzt im Bundesbriefmuseum ausgestellt (noch eine Notiz unter „B“).

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Bundesbrief. Quelle: www.humlikon.net

 

“Mit diesem Schwur hat also alles begonnen und es gesellten sich mit der Zeit und den Jahrhunderten immer mehr Kantone friedlich oder auch kriegerisch zu den Urkantonen bis sich die Schweiz, wie sie heute existiert, gebildet hatte”. (quelle: www.tell.ch)

Ah, so. Jetzt verstehe ich. Aber, konnte es sein, dass es nicht wirklich am 1. August passiert ist? Eigentlich steht da: Anfang des Montas August…? Klar, es konnte sein, dass es nicht genau am 1. August passiert ist. Ist das der einzige Fall, dass solch ein Abkommen zwischen verschiedene Kantons getroffen wurde? Nein. Es gab auch andere ähnliche Abkommen. Warum wurde dieses Abkommen und dieses Datum für Bundesfeier ausgewählt? Weil es für Bern praktisch war. Am 1891 wollten Berner 700 Jährige Bestehen der Stadt feiern. Und sie wollten FEIERN! Je mehr, desto besser! “Wie machen wir das?”, “Na, ja… Warum feiern wir nicht beides auf einmal? 700 Jahre Berns ( August, 1191) und 600 Jahre Schweiz (1291) Dass macht sicher ein riesiges Fest”. “Eine grossartige Idee!!”. Verbindung mit (dem) Bundesbrief kam da natürlich sehr gelegen. “Dann, machen wir das so!” Und so wurde es auch gemacht: Geburtstag der Schweiz ist seit dann der 1. August, 1291 – der Nationalfeiertag.

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Ruetlischwur. Quelle: google search

 

Was ich personlich aber höchstens interessant fand, ist die Symbolik der drei Eidgenossen. Die stehen für drei Völker, drei Generationen und drei Stände (Bauernstand, Bürgertum und Handwerkerstand). (quelle:Wikipedia). Und trotzdem stehen sie alle zusammen und gleichberechtigt. So sollte eigentlich jede Gesellschaft funktionieren. Diese Symbolik hat mir sehr angesprochen.

Am Ende war ich aber sehr überrascht, wenn ich herausfand, dass Wilhelm Tell auch eine Verbindung mit dem Rütlischwur hatte. Die Legende nämlich sagt, dass einer von Eidgenossen – der Walter Fürst (Kanton Uri) angeblich der Wilhelm Tell war. Ich hätte nie gedacht, dass Herr Tell solch eine grosse Bedeutung für Schweiz hat. Ich kenne die Legende schon seit Lang, jedoch echt vage. Aber, dass er so stark verflechtet im Schweizerischen Legenden ist – das war wirklich was Neues für mich.

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