Bleiben in Schweiz, oder zurück nach Heimat gehen?

Vermutlich alle Expats fragen sich einmal diese Frage. Vor allem am Anfang von der ganze Expat Erfahrung. Denn, der Umzug allein ist stressig genug, geschweige denn wenn unerwartete Schwierigkeiten auftauchen und Optimismus vom Anfang harte Realität begegnet.

Und das passiert unbedingt immer. Solch eine Frage ist natürlich dem Anlass gemäss, umso mehr, wenn es auch im Heimat eine gute Stellemöglichkeit gibt. Schlecthen Zeiten, schlechte Laune und Zweifel an meine Entscheidung haben auch mich getroffen. Und denken über Schweiz zu verlassen ist plötzlich sehr attraktiv geworden…

Wenn Optimismus vom Anfang, harte Realität begegnet

Ich glaube fest daran, dass unser Leben nur die Summe unseren Entscheidungen ist. Aber nicht irgendwelchen Entscheidungen, sondern nur die wichtigen, die schwierigen. Solche Entscheidungen die unser Leben sehr verändern könnten (denken Sie mal daran, wann haben Sie lezten mal solch eine schwierige Entscheidung gemacht). Mein Umzug in Schweiz war so eine wichtige Entscheidung.  Hier habe ich die Gründe für den Umzug erklärt. Und bald danach habe ich noch eine gemacht, die auch extrem wichtig (oder schon dumm) war und fölglich haben auch meine Möglichkeiten in Schweiz zu bleiben wesentlich abgesenkt. Entscheidungen zu treffen bedeutet Ungewissheit und Risiko zu akzeptieren und darum sind sie uns nicht sehr lieb.  Noch eine Sache müssen wir damit akzeptieren und zwar Verantwortung für die Folgen die sehr oft negativ sind.

Seit ich in Schweiz gekommen bin, habe ich noch nichts erlebt, worüber ich mich ehrlich freuen kann. Unsicherheit ist meine beste Kolegin geworden – sie ist immer bei mir und sie errinert mich jede Minute darauf.  Meine erste Stelle war mehr ein Grund für Traurigkeit als für  Freude. Hier ist auch dauernde Mühe für Ausbildung, für suche nach Gelegenheiten, für Networking, für zahllose Verbesserungen und Anpassungen des Lebenslaufes und Nachdenken über die Weise der Stellensuche.

Seit ich in Schweiz gekommen bin, habe ich noch nichts erlebt, worüber ich mich ehrlich freuen kann

Der Monitor ist mein zweiter bester Freund geworden und er ist auch eine Ursache für viele Kopfschmerzen.  Dann muss ich nicht vergessen meine Selbstgespräche zu erwähnen. Meine tägliche Monologe die voll von Selbstzweifell, Widerspreche und Rechvertigung sind. Monologe die so ermüdend sind, dass Hamlet selbst seinen Schädel wegschmeissen würde und völlig fröhlich lieber  ein bisschen Tenniss gespiel hätte. Aber das ist noch nicht alles. Hier ist noch die Entfernung von meine Familie, kurzfristige Begegnungen und immer wieder schwierige Abschiede. Aber vor allem muss ich die zahllose Absagen erwähnen. Absagen für Stellen für welchen ich genau weiss, dass ich mehr als genug fähig bin. Am Anfang , wenn man voll mit Elan und Mut ist, ist es nicht so schwierig. Aber im Laufe der Zeit wurde jede Absage wie ein vergiftetes Messer zwischen den Rippen. Ein paar solche Absagen auf einmal, kombiniert mit zufälligen anderen schlechten Nachrichten oder schlechte Laune und das ist ein sehr gutes Rezept für emotionelles ground zero’. Und alles das und mehr dauert schon seit 5 Monate…

verwirrt

Quelle: google search

Beharren in Schweiz?  Wofür? Warum?

In solchen schwierigen Zeiten muss man unbedinkt  gewisenne Art und Weise haben die ihm helfen seine Stimmung wieder zu verbessern. Ich habe selber auch ein paar Stimmungsverbesserungentechniken, ohne welchen könnte ich nie so lang ausdauern. Ich werde meine techniken im nächsten blog beschreiben. Aber momental ist es mir nicht mehr bekannt, ob ich dann noch immer in Schweiz sein werde.

Wir können nämlich nur so viel Mühe geben, aber am Ende können wir nur sagen: Es hat nicht sein sollen. Und dann müssen wir noch eine, vielleicht die schwierigste Entscheidnung machen – aufzugeben.

3 Comments

  1. Papageno   •  

    Schade, ich habe schon lange nichts mehr gelesen. Noch in der Schweiz oder weg? Weisst Du, ich bin zwar Schweizer aber ich möchte so bald als möglich nach Lissabon wohnen gehen. Die Mentalität der Schweizer und auch die Schweiz selber gefallen mir immer weniger. Globalisiert halt!!!

    • Edvin Ramić   •  

      Hallo Papageno und danke für Dein Interesse und Kommentar. Das stimmt – ich habe leider schon lange nichts geschrieben, obwohl ich es schon ein paar mal versucht habe – ich hoffe das dass ich es schaffe in diese Woche. Ich bin noch immer in Schweiz und wie es aussieht, bleibe ich auch hier. Ich finde deine Meinung über Mentalität der Schweizer interessant, um so mehr weil Du selbst Schweizer bist.Was genau gefällt Dir nicht?

      • Papageno   •  

        Grüss Dich, Edvin,

        Es ist nicht die Schweiz als Land, als Naturlandschaft, die mich nervt. Es ist die Arroganz, die Versnobtheit der Menschen. Mir fehlt die Lockerheit, die Entspanntheit südlicher Länder. Es gibt viele Vorschriften und die lassen wenig Raum für eigene Fantasie. Und in der Schweiz bist Du jemand, wenn Du reich bist. Und diese Mentalität gefällt mir nicht.

        Aber ich wünsche Dir trotzdem viel Freude und Vergnügen, Erfolg auch in der Schweiz. Lieben Gruss Papageno

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