Berufsberatung fürs Leben

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Jeden Tag müssen wir aufwachen, aufstehen, anziehen, zur Arbeit fahren, einstempeln und den Tag mit immer gleiche Leute verbringen. Wir sind am Arbeit durchschnittlich von 8 – 12 Stunden jeden Tag. Das ist mehr als beim jeder anderen täglichen Tätigkeit. Unsere Aktivitäten und Gefühle in diesen 12 Stunden betreffen natürlich auch der Rest des Tages. Ob wir unsere Arbeit absolut nicht mögen und sind unzufrieden, dann ist auch unseres Privatleben sehr bitter. Ich glaube nämlich nicht im Motto:” Lasse deine Arbeit im Büro”.  Nach 10 Stunden bei der Arbeit, Tag für Tag, Monat für Monat; einfach abzuschalten ist unmöglich und ich kenne niemanden, der das erfolgreich gemacht hat. Da er direkten Einfluss auf restliche Lebensqualität hat, ist Auswahl des Arbeitsplatzes äusserst wichtig. Diese Berufsberatung sollte jeder berücksichtigen und anwenden beim Nachdenken über Karriere und Job Möglichkeiten.

Erstens sollte die Stelle anspruchsvoll sein. Sie sollte viel von dir verlangen und erfordern. Und diese Schwierigkeiten zu überwinden und die Aufgaben zu Erledigen, wirst du gezwungen zu lernen. Jedes mal du dich in schwierige Situation befindest, bist du gezwungen zu denken, lernen, sich anzupassen und zu entwickeln. Und das ist immer eine gute Sache, auch am Arbeitsplatz. Und machst dir keine Sorgen über Schwierigkeit deinen Aufgaben. Das bleibt nicht lang so. Du wirst schon bald bemerken, dass du die Aufgaben schneller und besser erledigst. Nicht weil die Aufgaben einfacher sind, sondern weil du besser geworden bist. Du bist organisierter geworden, hast gelernt Prioritäten zu setzen, deine Kommunikation hat sich auch entwickelt, sodass du mehr Infos in Kürzerer Zeit bekommst. Du bist allgemein effizienter geworden, weil du dich auf neue Umgebung und Umstand angepasst hast. Und weisst du was? Das bleibt nicht nur am Arbeitsplatz. Alle neu erworbene Fähigkeiten nimmst du mit dir nach Hause zu deinem Privatleben, wo du sie auch verwenden kannst, davon profitieren und dein Leben bereichern.

Lasse deine Arbeit im Büro ist ein Klischee.

Wer weiss wie lang würde es dauern alles das auf eigene Faust zu lernen – wenn überhaupt. Verzögerung, zahllose Spass Möglichkeiten die sofort ergreifbar sind, Social Media Notifications & Updates, Hektisches Lebensstill, wo immer etwas los sein muss macht es schwierig für uns nicht nur zu lernen, sondern selbst zu erkennen was gelernt werden sollte. Unsere Arbeitsstelle vereinfacht uns diese Entscheidungen. Nicht nur ist es schon definiert was gelernt sein muss, sondern sind wir auch gezwungen dies zu lernen, wenn wir Aufgaben erledigen möchten. Und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch in Praxis und dazu noch täglich. Dadurch wird das, was wir am Arbeit machen, Teil unseres Charakters werden, ob wir das wollen oder nicht. Deswegen ist es sehr wichtig, dass wir unsere Arbeitsstelle benutzen anstatt nur zu arbeiten, auch um verschiedene Kenntnisse zu lernen, wie z.B. Innovation, soziale Kompetenz, problem solving, Verantwortung, Leadership, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Organisierung, u.s.w.  Auch dein Chef wird (hoffentlich) bemerken, dass deine Fähigkeiten sich verbessert haben und vielleicht kriegst du mit Zeit mehr Verantwortung. Jede Stelle bietet Möglichkeiten und Gelegenheiten sich zu entwickeln – je nach Art der Stelle, natürlich. Wenn nichts anders, kannst du immer versuchen deinen Vorgesetzten zu überzeugen, dass sie dir höhere Lohn geben sollten. Das ist unbedingt eine Kenntnis, die auch im Zukunft wieder nützlich wird.

Nicht weil die Aufgaben einfacher sind, sondern weil du besser geworden bist.

Aber um das zu erreichen müssen wir zuerst unsere Einstellung ändern. Erstens solltest du deinen Job nicht nur als Einkommensquelle sehen. Allein diese Denkweise bringt uns zu fragen: “Was konnte es noch sein?”. Und wir sind schon auf Suche nach Möglichkeiten und Gelegenheiten die uns unsere Stelle noch bringen kann. Weitere Ausbildung, interessante Leute kennenlernen, Fremdsprache lernen, einen Mentor finden, etc. Wenn man nur für Lohn arbeitet sieht er diese Möglichkeiten nicht, weil er keine Interesse hat. Wir sollten jeden Zustand einschätzen und uns fragen: “Was konnte ich davon nehmen, lernen, haben? Denn Lohn kommt sowieso.

Hasse deinen Job nicht. Es darf dir nicht gefallen. Mit “nicht gefallen” kannst du dich noch umgehen. Schliesslich ist es ein Job und nicht Urlaub.  Aber hassen und völlig unzufrieden sein (aus verschiedenen Gründe) ist unakzeptabel – es ist höchste Zeit für Stellensuche, egal wie viel du verdienst und welche Möglichkeiten sind dir vorhanden. Wie gesagt, es ist nicht nur dein Job, sondern dein Leben, dein Gesundheit, dein Wohlbefinden. “Nicht gefallen” auf der andere Seite lässt noch immer die Möglichkeit vom ersten Punkt – Vorteile der Stelle zu nützen. Also, gefällt dir deine Stelle oder nicht ist nicht die richtige Frage, sondern was du von deine Stelle kriegen kannst. Mir hat es auch nicht gefallen die deutsche unregelmässige Verben zu lernen. Aber einmal ich es geschafft habe, ist meine Fähigkeit mich auf Deutsch zu äussern wesentlich gestiegen. Nicht gefallen bedeutet nicht, dass es unbedingt schlecht ist. Aber um das zu sehen, muss man zuerst mit Weinen aufhören.

Denn Lohn kommt sowieso.

Dass die Arbeitsstelle zu anspruchsvoll ist, dass wir nicht genügend Erfahrung haben, dass wir einfach nicht fähig genug für die Stelle oder für Beförderung sind,  sind immer unsere Zweifeln und Bedenken. Wir möchten auch nicht am Arbeit ständig im Stress sein, zu ausgesetzt sein, oder zu viel Verantwortung haben, da es “gefährlich” sein kann. Aus diesen Grund arbeiten wir gerne wo alles (mehr oder weniger) bekannt ist, wo wir die Arbeitsvorgänge kennen. Wir fühlen uns wohl und sicher, wenn um uns herum alles bekannt ist. Was bekannt ist, ist nicht gefährlich. Neue, unbekannte Vorgänge zu lernen bedeutet Fehlern zu machen bis Sache 100% gemeistert ist. Fehlern zu machen bedeutet unsere Schwäche zu zeigen und zum Kritik ausgesetzt zu sein. Dass ist uns äusserst unangenehm, da wir uns verletzlich fühlen. Das ist nicht einfach, aber es gibt keinen anderen Weg zum Verbesserung. Diese Nachteile müssen irgendwie überwunden werden.  Also, stehe deinen Mann und “just do it”.

Mit solch eine Einstellung ist Job plötzlich nicht mehr nur etwas was man machen muss, so dass er nachher nach Hause geht und erst dann sein Leben geniessen kann. Es ist deutlich mehr interessant als das. Man ist motiviert zu lernen, sucht nach Herausforderungen, nimmt Verantwortung gerne und ist allgemein mehr angeregt und sogar geniesst seine Arbeit. Und dies nicht, weil er den Chef beeindrucken will, sondern weil er SICH schätzt. Wenn er mit seiner “Checkliste” fertig ist, wird für ihn erst dann interessant, weil er etwas neues lernen will. Auch Anerkennung und Beförderung kommen sehr schnell zu solche Leute (oder es sollte, zumindest. Zu idealistisch dürfen wir auch nicht sein). Aber der grösste Sieg ist dass man ständig besser wird, weil er einfach nicht bereit ist seinen Status Quo zu akzeptieren und verlangt immer mehr.

 

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