Beharrlichkeit lohnt sich… Immer

Huh… Wo sollte man anfangen?! Seit ich meinen letzten Beitrag geschrieben habe ist extrem viel passiert. Und letztes mal war ich auch schon ein bisschen pessimistisch, was kein Wunder ist. Beim zahlreichen Absagen ist es sehr schwer gute Laune zu behalten. Es freut mich jetzt euch ein paar guten Nachrichten teilen zu können.

Ja, ich bin noch immer in Schweiz und ich freue mich darüber. Ich freue mich, weil das bedeutet, dass mein ausländisches Abenteuer noch nicht vorbei ist. Ich bin noch immer in unbekanntes Terrain meines Lebens und die Unerwartete kann mich jeder Zeit treffen. Unerwartete ist oft schlecht für uns, aber manchmal kann es aber auch gut sein. Und auf solche unerwartete Vorfälle – die seltene, die manchmal gut sind – freue ich mich ehrlich. Über die andere – die zahllose schlechte mögliche Vorfälle denke ich (lieber) nicht. Sonst hätte ich keine Zeit über guten Möglichkeiten zu denken.

Das bedeutet, dass mein ausländisches Abenteuer noch nicht vorbei ist.

Also, ich habe eine Stelle in einem Hotel gefunden. Eine Stelle als Rezeptionist. Nach 7 Vorstellungsgespräche und über hundert geschickte Bewerbungen habe ich es endlich geschafft. Es ist länger gedauert als ich erwartet habe, aber damit lernte ich viele echt phantastische Tips und Tricks kennen über Weise der Stellensuche. Zwei Grundsätzliche Fragen habe ich dafür verfollgt und zwar: Wie konnte ich mich von anderen Leute unterschieden; und was konnte ich noch (zusätzich) tun um Stelle zu bekommen. Es freut mich zu sagen, dass meine Räte schon ein paar anderen Leuten geholfen haben eine Stelle zu finden!

Und was bedeutet diese Stelle für mich? Das ist eine Stelle wo ich ein paar Jahre bleiben kann und die mir viele Dinge ermöglicht – z.B. ein normales Leben führen (im Gegensatz zu meine vorherige Bescheftigung).Ich kann effektiv Deutsch lernen, weil alle meine Mitarbeiter perfect Deutsch sprechen. Ich habe Zeit für meine andere Projekten, wie z.B. inofficielle Ausbildung (auch darüber werde ich einmal schreiben), Schweizerische Kultur und Bräuche kennenlernen, Schritte zur Integration machen und natürlich die Wohnungssuche und meine Familie in der Schweiz zu holen.

Optimisstisch sollte man immer sein, naive aber nicht

Wie alles in Schweiz war auch die Suche für Wohnung knackig schwer für einen Ausländer. Es hat drei monate gedauert, dass ich eine Wohnung gefunden habe. Jeden tag hatte ich paar Besichtigungstermine und jedes mal als ich zu einer kam, waren dort schon 20 bis 30 andere Leute die auch für Wohnung suchten. Viele von den sind Schweizer gewesen (xi), oder Leute die schon lange Zeit in Schweiz leben. Man braucht nicht zu sagen wie entmutig das für mich war. Nach einem Monat habe ich beschlossen, dass solche Art und Weise der Wohnungssuche (also – Besichtigungstermine, Bewerbungen schicken und… warten) bringt absolut keine Ergebnisse. Und das war kein Pessimismus, sondern Realität. Optimisstisch sollte man immer sein, naive aber nicht.

Wie alles in Schweiz war auch die Suche für Wohnung knackig schwer

Also fing ich an zu denken was konnte ich anders machen; wie konnte ich einen anderen Weg finden um Wohnung zu bekommen? Was soll ich bloss machen?! So dachte ich für Tagen und schliesslich fand ich auch dafür eine Lösung. Wirksamkeit dieser Lösung ist nicht 100%, aber trotzdem ist es mehr als vorher! Es wirkte für mich und ich bin sicher, dass es auch für andere Leute wirken konnte!

Nach drei Monate fand ich also eine Wohnung. Dann kamm die Übliche: ein bisschen putzen, ein bisschen malen, ein paar Sachen kaufen, usw. Ein Monat später war meine Familie bei mir in Schweiz. Ahhh…. Endlich! So froh!!

 Ärmel hochkrempeln

Quelle: google search

 

Also, ich habe einen Job, eine schöne Wohnung und meine Familie is da. Leben ist jetzt ganz schön und gemütlich. Man sollte es nur noch geniesen, oder? Nein, meine Liebe. Das ist total falsch. Jetzt fängt es erst an! Alles was ich bis jetzt gemacht habe ist nur eine Grundlage für echt wichtige ‘Kämpfe’. Nun wird alles einfacher als meine Familie bei mir ist. Wir können einander unterstützen und ich kann meine Kinder wieder wachsen sehen und mit sie spielen. Das ist ein grosser Vorteil! Aber, dass ich jetzt mein Leben nur geniesen soll?! Kommt nicht in Frage. Ich bin in Schweiz umgezogen um etwas aus mich zu machen und verschiedene Gelegenheiten dieses wunderschönen Landes zu nutzen. Damit natürlich auch beizutragen und Leben für Leute um mich herum vereinfachern und erleichtern. Und das habe ich noch immer vor.

Also, Ärmel hochkrempeln und an die Arbeit!

4 Comments

  1. doltschevita   •  

    Wow, stark! Weiterhin viel Glück und Spass beim Einleben! 🙂

    • Edvin Ramić   •  

      Hey doltscgevita! Danke für nette Wörte und alles Gute

  2. Papageno   •  

    Ich freue mich, von Dir wieder gelesen zu haben. Super, was Du geleistet hast. Ich freue mich mit Dir. Weiterhin viel Freude in allem, was Du machst!!!

    • Edvin Ramić   •  

      Merci vielmals Papageno. Es war nicht einfach, aber eigentlich sollte es auch nicht einfach sein. Alles Gute!

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